Menschenrechte und Flucht – burundische Perspektiven

Veranstaltung am 30. Mai 2017

Ziel: Seit Beginn der politischen und humanitären Krise in Burundi im Mai 2015 nehmen die Berichte von unzähligen außergerichtlichen Hinrichtungen, einer hohen Anzahl an Fällen von gewaltsamem Verschwindenlassen sowie Folterungen durch Sicherheitskräfte und der regierungsnahen Jugendmiliz Imbonerakure zu. Auch Teile der Opposition militarisieren sich zunehmend. Bereits über 500 Menschen sind den gewaltvollen Übergriffen zum Opfer gefallen. Selbst in den Flüchtlingslagern in den umliegenden Ländern, in die über 390.000 BurunderInnen flohen, kommt es Berichten zufolge zur Verfolgung durch die Imbonerakure und militanten Einheiten. Doch die verheerende Menschenrechtsrechtslage in Burundi bleibt zum Großteil unbekannt, Journalisten vor Ort können nicht berichten und unabhängigen UN-Beobachtern wird der Zugang verweigert. Die burundische Regierung entzieht sich sowohl dem politischen Dialog als auch der Konfrontation gegenüber Kontrollgremien wie dem UN-Menschenrechtsrat. Gemeinsam mit BurunderInnen im Exil, VertreterInnen der Landesregierung Baden-Württemberg und anderen politischen AkteurInnen wollen wir über die Situation in Burundi sprechen und über Lösungsansätze diskutieren. Wie ergeht es den BurunderInnen im Exil? Welche Perspektiven haben Sie? Wie ist eine sachliche Berichterstattung möglich? Welche Rolle spielt die East African Community? Welche Möglichkeiten der Vernetzung und Einflussnahme haben sie? Wie kann die langjährige Landespartnerschaft von Baden-Württemberg mit Burundi genutzt werden, um einen Ausweg aus dem Konflikt zu finden?
Das Ökumenische Netz Zentralafrika (ÖNZ), die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) und RAPRED-Girubuntu e.V.